Essay über die Christenverfolgung in der Antike

Januar 1, 2010

In seinem Brief ep. 10,96-97 (Übers. H. Kasten) bittet Plinius C. Secundus C. (d. J.), den Kaiser Trajan um Ratschläge in Bezug auf  die Verurteilung von Christen im röm. Reich: Christen, die ihrem Glauben vor dem Gericht absagen, sollen begnadigt werden. Der Kaiser Trajan bestätigt seine Verfahrensweise und befürwortet das Vorgehen des Plinius.
In dem Text ann. 15,44, 2-5 (Übers. E. Heller), verfasst von C. Tacitus, geht es um einen in Rom ausgebrochenen Brand, für den Kaiser Nero den Christen die Schuld gibt. Das ist der Grund, dass Nero Christen verhaften und töten lässt.
G. T. Suetonius beschreibt in dem Auszug aus der Kaiservite Nero 16,2 (Übers. H. Martinet) gesetzliche Erlasse des Kaisers Nero, die nicht nur das röm. Kulturangebot begrenzen, sondern auch Christen der Verfolgung und der Hinrichtung aussetzen. Den Rest des Beitrags lesen »


Operation Nemesis (Teil 3)

Dezember 31, 2009

Die Nachwirkungen

Auf der einen Seite war der Völkermord an den Armeniern sowie der Prozess Tehlirjans der Ausgangspunkt für den Völkerrechtler Raphael Lemkin, ein Gesetz gegen die systematische Ausrottung eines Volkes zu erlassen. Lemkin wird heute als der „Vater der UN-Völkermordkonvention“ angesehen. Aber auch Robert Kemper, der später die Nürnberger Prozesse leitete, sah den Prozess gegen Tehlirjan als einen Anstoß Völkermorde nicht einfach hinzunehmen sondern hart zu bestrafen. Den Rest des Beitrags lesen »


Operation Nemesis (Teil 2)

Dezember 31, 2009

Nachkriegszeit

Nach Ende des 1. Weltkriegs und der Niederlage Deutschlands und des Osmanischen Reiches machten sich die Regierungen Frankreichs, Großbritanniens und Russlands für eine Aufarbeitung der Kriegsereignisse und der an den Armeniern verübten Gräueltaten stark. Sultan Mehmed V. befahl 1918 die strafrechtliche Verfolgung der für den Genozid verantwortlichen jungtürkischen Funktionäre, die von einem Militärgericht abgeurteilt werden sollten. Zwar war dies kein internationales Tribunal, aber immerhin eine Prozessserie vor dem Istanbuler Kriegsgericht- bekannt wurde sie unter dem Namen Unionistenprozesse.
Insgesamt wurden 17 Todesurteile ausgesprochen, von denen aber nur drei vollstreckt wurden. der bekannteste Todeskandidat war Kemal Bey, bekannt als der „Metzger von Yozgat“, da in dem Gebiet Yozgat  nur 88 von ca. 33.000 Armeniern den Völkermord überlebten.[1] Den Rest des Beitrags lesen »


Operation Nemesis (Teil 1)

Dezember 31, 2009

“Our organization had no extermination plan. It inflicted their punishment on individuals who had been tried in absencia and found guilty of mass murder. Armenian traitors topped our list. “
(Arshavir Shiragian)

Armenien und die Schmach des Vergessens

Operation Nemesis war eine geheime armenische Terrororganisation, die sich zum Ziel setzte, alle für den Völkermord an den Armeniern Verantwortlichen zu suchen und zu töten.  Die Operation dauerte insgesamt von 1920 bis 1922 und konnte viele Hauptschuldige des Genozids aber auch armenische Verräter und Verleumder fassen und töten.

Der Name der Organisation bezieht sich auf die griechische Göttin des gerechten Zorns oder der gerechten Vergeltung. Den Rest des Beitrags lesen »